Browsergames als sozialer Treffpunkt
Spieler ohne Freunde?
In den Medien hört man vielfach von isolierten, süchtigen Onlinegamern, welche den ganzen Tag vor dem Computer sitzen und andere Pflichten vernachlässigen. Das Bildnis des Einzelgängers ist allerdings eine Ausnahme, wie eine Studie der Uni Leipzig belegt. Danach würden 78 Prozent der jugendlichen Spieler zusammen mit ihren Freunden oder Bekannten ins Netz gehen.
Gemeinsame Interessen wirken sogar förderlich für den Bestand und Anteilnahme einer Freundschaft. Des Weitren kann die Minderheit der
Einzelgänger unter den Gamern mit Gleichgesinnten in Kontakt treten. Daher schaffen Browsergames neue soziale Treffpunkte. Regelmäßiges Zusammentreffen von Spielergemeinschaften ist das beste Beispiel das dafür. Browsergames bieten ihren Benutzern neue Möglichkeiten der Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Diese Chance bringt verstärktes Selbstbewusstsein mit sich.
Das Bild des Einzelgängers, welcher nur in Onlinewelten Freunde hat, ist daher hinfällig. Browsergames dienen zur Unterhaltung von Menschen mit ähnlichen Interessen. Keineswegs ein Großteil der jugendlichen Spieler in kindlichen kindliche Idealwelten zurück. Als Paradebeispiel wäre Second Life zu nennen, welches Onlinespiel 80 Prozent der Jugendlichen nicht spielen. Vielfach fordern Spiele, welche online sind, logisches Denken und Geschick von ihren Nutzern ab. Manche Menschen isolieren sich deshalb, weil sie kein Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten haben. Durch das Spielen von Onlinespielen erfolgt eine positive Selbsteinstellung, welche Menschen dazu bewegt aus ihrer Einsamkeit heraus zu treten und wieder den aktiven Kontakt mit anderen Menschen zu suchen. Viele Jugendliche, die mit Freunden oder Bekannten im Netz spielen, tauschen sich untereinander aus und treten verstärkt in Dialoge. Soziale Kompetenzen werden gefördert, selten führen Browsergames in die Einsamkeit.
Browsergames erlauben dem Spieler seinen Austausch mit Anderen selbst bestimmen. Ist jemand besonders kontaktfreudig, dann sucht er Kontaktpersonen. Benötigt man Abstand und Ruhe ist dies auch kein Problem, indem man die Aktivitäten auf ein Minimum reduziert. Doch vielerorts beweisen Foren und Chatprogramme wie stark die Verbundenheit der Spieler untereinander ist. Abschließend lässt sich nur feststellen, dass das Bildnis des einsamen Spielers nicht der Wahrheit entspricht. Browsergames, in all ihrer Vielfalt, sind wichtige Treffpunkte der Gegenwart und der Zukunft. Sie ersetzten keineswegs das richtige Leben.

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